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Was bedeutet eigentlich LPF?
LPF ist die Abkürzung
für „Leistungsprüfungsfahrt“, die heute schwerpunktmäßig im Zweiradbereich
durchgeführt wird. Es ist eine Breitensportart; eine Sportart für alle vom Gelände-Motorrad
begeisterten Fans. Die LPF ist abgeleitet aus dem klassischen Motorradgeländesport
- auch oft als Enduro bezeichnet - der sich großer Beliebtheit erfreut.
Ähnlich
wie der lizenzpflichtige Enduro-Sport, der die höchste Stufe des Geländesports
darstellt, ist die LPF eine Motorsportdisziplin, bei der die Zuverlässigkeit
der Motorräder und das Können der Fahrer geprüft werden.
Zum
Verständnis: Enduro kommt aus dem Spanischen und lässt sich etwa mit hart
machen, ertragen, erdulden übersetzen. Damit sind die wichtigsten Stichworte
gefallen, die die Fahrer
auf dem Weg vom Start zum Ziel erleben – besser erfahren.
Zum Fahrzeug: Es ist im wesentlichen nichts anderes als eine
modifizierte Moto-Cross-Maschine (bitte ihr Spezialisten – nicht meckern), die
serienmäßig mit einer Lichtmaschine ausgestattet ist. Die Maschinen sind für
den öffentlichen Straßenverkehr zugelassen, d. h. betriebs- und verkehrssicher,
ordnungsgemäß Haftpflicht versichert und HU (sprich TÜV-) geprüft. Die
Klasseneinteilung ist fahrzeug- bzw. fahrerabhängig, um eine größtmögliche
Chancengleichheit zu erreichen.
Zum Fahrer oder zur Fahrerin: Sie haben sich im öffentlichen Straßenverkehr
stets an die gültigen Regeln zu halten, andernfalls werden sie von den
Wettbewerben ausgeschlossen. Darauf wird sehr streng geachtet, ebenso auf die
strikte Einhaltung der Umweltschutzbedingungen inklusive Lärmemissionen.
Zur Strecke: LPF wird in 2 Varianten gefahren;
- Stunden-LPF ist ein Querfeldein-Fahren in einem abgesperrten Parcours (ca. 10
- 15 km) mit Prüfungen. In der vorgegebenen Zeit sollen möglichst viele Runden
durch den Aktiven absolviert werden.
- Klassische LPF: Es gilt, eine bestimmte Strecke (Rundenlänge bis zu 50 km) in
einer vorgeschriebenen Sollzeit zu bewältigen, meist mehrmals zu fahren. Die
Einhaltung der Zeit wird in den Runden durch Zeitkontrollen (ZK) und die der
Strecke, hier ein Mix aus Querfeldein- mit Straßenpassagen, wird durch
Durchfahrtskontrollen (DK) überwacht. Die einzelnen Runden sind –
entsprechend der örtlichen Bedingungen - mit Sonderprüfungen „gespickt“.
Das sind meist eine Cross-Prüfung und auch Sonderprüfungen (Abschnitte mit
besonderen Geländeschwierigkeiten), die möglichst in kürzester Zeit zu
durchfahren sind. Diese Streckenabschnitte sind besonders gekennzeichnet, um die
max. Sicherheit für Zuschauer und Aktive zu gewährleisten und sind natürlich
neben der Crossprüfung die Highlights einer LPF-Veranstaltung.
Zur Wertung: Die Fahrzeiten werden in Sekunden umgerechnet und als Strafpunkte
gewertet. Für die eventuelle Nichteinhaltung der Fahrzeit wie auch für andere
Verstöße werden zusätzliche Strafpunkte „vergeben“, die dann im Ziel
zusammen gezählt werden. Der Fahrer mit der geringsten Strafpunktzahl darf dann
auf den obersten Platz des Siegertreppchens.
Übrigens – nicht nur Fahrer... immer mehr Damen finden den Weg zur LPF
– und das finden die „Männer“ auch ganz toll. Altersmäßig sind
ebenfalls keine Grenzen gesetzt – von 16 bis über 60 – alles möglich und
machbar.