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Motorsport und Umwelt – ein Bericht aus der Motorsportpraxis

Ein Informationsaustausch des Landkreises Oberspreewald – Lausitz am 14.12.2004
Eingeladen hatte Herr Aulich von der unteren Naturschutzbehörde. 

Ziel der Veranstaltung, zu der auch die Vorsitzenden aller aktiven Motorsportklubs des Land­kreises eingeladen waren, war ein gegenseitiges Kennenlernen und Verstehen der Probleme, sowohl von Seiten der Behörden, als auch der Vereine.

Da es in der Vergangenheit zu Konfliktsituationen zwischen Motorsportlern und Naturschutz gekommen war, musste durch die Behörde gehandelt werden. Durch Herrn Aulich wurde aber immer wieder in seinen Ausführungen dargelegt, dass die Untere Naturschutzbehörde für ein Miteinander eintritt und zeigte den anwesenden Vorsitzenden Möglichkeiten der Konflikt­bewältigung und -umgehung auf.

Es zeigte sich in der anschließenden Diskussion, dass die aufgetretenen Probleme vermeidbar waren, hätte eine vorherige Abstimmung stattgefunden.

Die häufig gestellte Frage, warum weisen die Behörden nicht mal Flächen die für den Motorsport geeignet sind aus, musste von Herrn Aulich abschlägig beantwortet werden. Hintergrund: eine Behörde darf nur verbindliche, gerichtsfeste Aussagen treffen! Der Status einer Fläche kann aber in der heutigen Zeit relativ schnell gewandelt werden.

Deshalb ist der richtigere Weg: Vereine gucken sich Flächen und ihre Nutzung aus und lassen sich über die Möglichkeiten der Umsetzung beraten. Es darf nicht gleich ein Antrag zum Errichten einer Motorsportanlage / -strecke gestellt werden, da dieser Schritt unweigerlich Gebühren nach sich zieht.

In dem Zusammenhang wurde von vielen Anwesenden die Frage gestellt, warum das in der Planung des Lausitzringes ausgewiesene ENDUROLAND nicht umgesetzt wurde. Eine solche Anlage, möglichst ganzjährig geöffnet und in fester Obhut, würde viele Fahrer anziehen und der wilden Fahrerei positiv entgegenwirken. Als Hauptgrund wurden nämlich u. a. fehlende Trainings­möglichkeiten für Enduro Fahrer aufgezeigt.

Alles in allem eine gelungene Auftaktveranstaltung, die es unbedingt in gewisser Regelmäßigkeit weiterzuführen gilt und als Anregung für andere Landkreise herausgestellt werden sollte. 
Lothar Knofe 
Umweltbeauftragter des LBM

Anmerkung des Vorstandes des LBM für alle Mitgliedsvereine und Aktiven

 Es geht nur Miteinander – alle Motorsporttreibenden müssen akzeptieren, dass es nur mit den genehmigenden Behörden und Einrichtungen geht. Ein Konfrontationskurs ist nicht dienlich für unsere gemeinsame Sache. Sogenannte Motorsportfreunde, die sich nicht daran halten und wild durch die Gegend fahren, schaden uns mehr als sie denken. Es ist absolut nicht cool - und die Scherben, die dabei entstehen, sind oftmals nicht mehr zu kitten. Und damit trifft man die Sportler, die im Schweiße ihres Angesichts guten Motorsport organisieren, an einer sehr sensiblen Stelle, die sogar manchen zur Aufgabe zwingen. Damit das nicht passiert, dürfen wir Missachtungen jeder Art nicht tolerieren und nicht als Kavaliersdelikt abtun.